Unsere persönliche Empfehlung für die Fahrt in die Bretagne
Pors Poulhan liegt im südlichen Finistère, an der Atlantikküste der südwestlichen Bretagne, rund 20 Kilometer von der Pointe du Raz entfernt. Die Region ist offen, weit und vom Meer geprägt, gut erreichbar, aber bewusst fern vom Trubel.
Je nach Startort in Deutschland ist die Anreise entsprechend lang. Aus unserer eigenen Erfahrung hat sich bewährt, die Fahrt in zwei Etappen aufzuteilen und zwar entlang gut fahrbarer Strecken, sinnvoller Verkehrsachsen und angenehmer Übergänge.
🚗 Anreise aus Norddeutschland
(Schleswig-Holstein · Hamburg · Nord-Niedersachsen)
Gesamtdistanz: ca. 1.550–1.650 km
Unsere Empfehlung: zwei Fahrtage mit einer Übernachtung in Nordfrankreich
Etappe 1 – bis nach Nordfrankreich
ca. 750–800 km | etwa 8–9 Stunden inkl. Pausen
Unsere typische Route führt über:
Hamburg
→ A7 Richtung Hannover
→ A2 Richtung Ruhrgebiet
→ weiter durch Belgien
→ A26 in Nordfrankreich
Als Übernachtungsregion hat sich für uns der Raum Arras / Amiens / Saint-Quentin bewährt. Diese Orte liegen nahe der Autobahn, sind gut erreichbar und bieten viele einfache, familienfreundliche Unterkünfte mit Parkplatz. Ideal für eine ruhige Nacht auf der Durchreise.
Typische Übernachtungsmöglichkeiten:
- B&B Hotels oder ibis budget in Arras, Amiens oder Saint-Quentin
- kleinere Hotels oder Chambres d’Hôtes im Umland
Etappe 2 – weiter Richtung Bretagne
ca. 750–800 km | etwa 7–8 Stunden
Am zweiten Tag führt die Route weiter nach Westen:
Arras / Amiens
→ A29 Richtung Normandie
→ Le Havre
→ Pont de Normandie
→ A13 Richtung Caen
→ A84 Richtung Rennes
→ N165 Richtung Quimper
→ Audierne → Pors Poulhan
Ein schöner Abschnitt auf dem Weg in die Bretagne
Auf dem zweiten Reisetag gibt es zwei Streckenabschnitte, die wir jedes Mal bewusst wahrnehmen, weil sie für uns den Übergang nach Westen und zur Küste besonders spürbar machen.
Die Überquerung der Seine über den Pont de Normandie bei Le Havre ist für uns immer ein markanter Moment. Die Weite dieses Flusses, der Blick auf die Hafenanlagen und das Land ringsherum machen deutlich, dass man Westfrankreich erreicht hat. Die Fahrt über die Brücke ist kurz, aber eindrucksvoll.
Ein weiterer besonders schöner Abschnitt folgt später auf der A84 bei Avranches. Von hier öffnet sich, je nach Wetter und Sicht, der Blick über die Bucht des Mont-Saint-Michel. Die Landschaft wird weiter, das Licht verändert sich und man spürt deutlich den Übergang von der Normandie in die Bretagne.
Wenn ausreichend Zeit ist, bietet sich von hier ein kurzer Abstecher zum Mont-Saint-Michel an. Er liegt ja fast auf dem Weg und markiert einen eindrucksvollen landschaftlichen Übergang, noch bevor man später die eigentliche Atlantikküste des Finistère erreicht.
🚗 Anreise aus der Mitte Deutschlands
(Berlin · Brandenburg · Sachsen · Thüringen · Hannover · Nordrhein-Westfalen · Hessen)
Gesamtdistanz: ca. 1.400–1.600 km
Unsere Empfehlung: zwei Fahrtage mit einer Übernachtung in Nordfrankreich oder der Normandie
Etappe 1 – bis nach Nordfrankreich oder in die Normandie
ca. 700–850 km | etwa 7,5–9 Stunden inkl. Pausen
Je nach Startort verläuft die Anreise aus der Mitte Deutschlands etwas unterschiedlich, bündelt sich aber meist auf den großen Westachsen:
Berlin / Leipzig / Dresden
→ A9 / A14 / A2 Richtung Hannover
→ A2 Richtung Ruhrgebiet
→ weiter Richtung Belgien
→ Frankreich
Für die Übernachtung haben sich zwei Regionen bewährt:
Variante A – Nordfrankreich (klassisch und gut verteilt)
Raum Arras · Amiens · Saint-Quentin
Diese Variante eignet sich besonders für Reisende aus NRW, Niedersachsen und Hessen. Die Orte liegen nahe der A26 bzw. A29, sind gut erreichbar und bieten viele Unterkünfte für Durchreisende.
Typische Übernachtungsmöglichkeiten:
- B&B Hotels oder ibis budget in Arras, Amiens oder Saint-Quentin
- einfache Hotels oder Chambres d’Hôtes im Umland
Variante B – Normandie (etwas weiter, dafür kürzere zweite Etappe)
Raum Rouen
Wer den ersten Fahrtag etwas länger plant, kann bis in die Normandie fahren.
Route:
→ Frankreich
→ A13 Richtung Rouen
Übernachtung:
- ibis budget Rouen
- B&B Hôtel Rouen
- kleinere Hotels außerhalb des Stadtzentrums mit Parkplatz
Etappe 2 – weiter in Richtung Bretagne
ca. 650–800 km | etwa 6,5–8 Stunden
Je nach Übernachtungsort:
- ab Arras / Amiens: über A29 – Le Havre – A13 – A84 – Rennes – N165
- ab Rouen: direkt über A13 – Caen – A84 – Rennes – N165
Beide Routen führen zuverlässig weiter in Richtung Atlantik und lassen sich gut fahren.
🚗 Anreise aus Süddeutschland
(Bayern · Baden-Württemberg · Rheinland-Pfalz · Saarland)
Gesamtdistanz: ca. 1.300–1.500 km
Unsere Empfehlung: ebenfalls zwei Etappen, mit etwas südlicherem Zwischenstopp
Etappe 1 – durch Ost- oder Zentralfrankreich
ca. 650–800 km | etwa 7–9 Stunden inkl. Pausen
Je nach Startregion führen die gängigen Routen über:
München / Stuttgart / Karlsruhe
→ Richtung Straßburg oder Saarbrücken
→ Frankreich
→ weiter auf den französischen Autobahnen nach Westen
Für die Übernachtung bieten sich folgende Regionen an:
Variante A – Raum Orléans
Gut erreichbar, verkehrsgünstig gelegen und mit vielen Unterkünften
Typische Unterkünfte:
- ibis budget Orléans
- B&B Hôtel Orléans
- kleinere Hotels im Umland mit Parkplatz
Variante B – Raum Le Mans
Ebenfalls gut gelegen und etwas näher an der Bretagne
Typische Unterkünfte:
- B&B Hôtel Le Mans
- ibis budget Le Mans
- kleinere Hotels oder Gästehäuser außerhalb der Innenstadt
Variante C – Normandie
Caen oder Bayeux
Diese Variante eignet sich gut, wenn man den Übergang zur Küste bewusst erleben möchte.
Etappe 2 – weiter in den Westen
ca. 550–750 km | etwa 6–7,5 Stunden
Von Orléans oder Le Mans geht es weiter über:
→ A11 / A81 Richtung Bretagne
→ Rennes
→ N165 Richtung Quimper
→ Audierne → Pors Poulhan
Ab Rennes wird der Verkehr deutlich ruhiger, und die Landschaft öffnet sich spürbar.
Unser gemeinsamer Gedanke für alle Anreisen
Unabhängig davon, ob die Anreise aus dem Norden, der Mitte oder dem Süden Deutschlands erfolgt: Eine klare Etappenplanung macht die Fahrt übersichtlicher und deutlich entspannter.
So bleibt die Ankunft in Pors Poulhan ruhig und der erste Blick auf den Atlantik fühlt sich nicht wie das Ende einer langen Autofahrt an, sondern wie der Beginn des Aufenthalts.